Elektroakupunktur ist eine Variante der klassischen Akupunktur der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Bei der Elektroakupunktur werden wie bei der herkömmlichen Akupunktur Nadeln zur Stimulation ausgewählter Punkte am Körper verwendet. Die Nadeln stehen dabei zusätzlich unter niedrigfrequentem elektrischem Strom. Die therapeutische Wirkung der Akupunktur verstärkt sich dadurch.

Lesen Sie hier was man unter Elektroakupunktur versteht, wie sie wirkt, wann sie Anwendung findet und wie eine Behandlung verläuft. 

Wie bei der traditionellen Akupunktur, werden auch bei der Elektroakupunktur Nadeln an ausgewählten Punkten im Körper gesetzt. Im Gegensatz zur klassischen Akupunktur verwendet der TCM-Therapeut bei der Elektroakupunktur jeweils zwei Nadeln für jeden Behandlungspunkt. Die Nadeln sind dabei an ein spezielles Wechselstromgerät angeschlossen. Zwischen den Nadeln fliesst elektrischer Strom. Die Wirkung der Akupunkturnadeln wird dadurch verstärkt.   

Die Elektroakupunktur basiert auf den Grundlagen der klassischen Akupunktur mit Nadeln. Sie ist ein Verfahren im Sinne der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), das mit modernen Mitteln weiterentwickelt wurde.  

Eine grundlegende Annahme der chinesischen Medizin ist das Vorhandensein einer Lebensenergie Qi. Dieses Qi zirkuliert auf einer Art Leitbahnsystem (Meridiane) im ganzen Körper. Kommt es zu Blockaden oder Stagnationen auf diesen Leitbahnen, kann die Lebensenergie nicht mehr frei fliessen. Als Folge entstehen nach Vorstellung der TCM Schmerzen oder Krankheiten.  

2.1. Blockaden von Qi lösen

Der TCM-Therapeut versucht mit entsprechenden Methoden – wie der Elektroakupunktur – Blockaden und Stagnationen der Lebensenergei Qi zu lösen oder die Lebensenergie allgemein zu stärken. Dazu wählt er spezielle Punkte auf den Meridianen aus, wo Nadeln gesetzt werden.

Die Nadeln wirken auf die ausgewählten Akupunkturpunkte und setzen Heilungsprozesse in Gang. Die Zirkulation des Qi wird angeregt und die Selbstheilungskräfte des Körpers werden aktiviert. Durch zusätzliche elektrische Stimulation wie bei der Elektroakupunktur wird diese Wirkung verstärkt. Der Strom ersetzt dabei eine manuelle Manipulation der Nadeln wie Drehen, um einen verstärkten Effekt zu erzielen.  

Die Elektroakupunktur wurde als Variante der klassischen Akupunktur der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) Mitte des 20. Jahrhunderts durch europäische Ärzte entwickelt. Die französischen Ärzte Roger de la Fuye und J.E. H. Niboyet waren massgeblich an der Erprobung der Elektroakupunktur beteiligt.

Grössere Bekanntheit erlangte die Elektroakupunktur als Variante der Elektroakupunktur nach Voll (EAV), die der deutsche Arzt Reinhold Voll anwendete. Die Elektroakupunktur nach Voll ist ein eigenständiges Verfahren und unterscheidet sich grundlegend von Akupunktur im Sinn der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).  

Elektroakupunktur kann bei der gesamten Bandbreite von Schmerzen und Erkrankungen wie klassische Akupunktur angewendet werden. Elektroakupunktur kommt aufgrund ihrer stärkeren Wirkung als herkömmliche Akupunktur häufig dann zum Einsatz, wenn ein besonders rascher und intensiver schmerzlindernder Effekt erwünscht ist.  

Besonders bewährt hat sich die Anwendung von Elektroakupunktur bei folgenden Symptomen (alphabetisch geordnet) 

  • Chemotherapie bedingte Übelkeit und Erbrechen  
  • Gewichtsreduktion 
  • Haarausfall  
  • Lähmungserscheinungen  
  • Nervenerkrankungen  
  • Schmerzen des Bewegungsapparates 
  • Suchterkrankungen (u.a. Raucherentwöhnung) 
  • Tinnitus 

Obwohl nur ein sehr niedrigfrequenter Strom zum Einsatz kommt, wird in folgenden Fällen von einer Elektroakupunktur abgeraten: 

  • Epilepsie 
  • Herzerkrankungen 
  • Herzschrittmacher 
  • Schwangerschaft 

Als Verfahren im Sinne der Traditionellen Chinesischen Medizin geht einer Behandlung mit Elektroakupunktur zunächst eine genaue Untersuchung und eine entsprechende Diagnose voraus. An oberster Stelle beim Erstkontakt mit dem Patienten steht gemäss der Traditionellen Chinesischen Medizin ein ausführliches Gespräch.

In diesem gibt der Patient Auskunft über seine Krankheitsgeschichte, aber auch über seinen Lebensstil im Allgemeinen sowie verschiedene Körperfunktionen (z.B. Stuhlgang und Harn, Schlafverhalten etc.). Der TCM-Naturheilpraktiker führt ausserdem eine Zungendiagnose und Pulsdiagnose durch. Er bedient sich zur Diagnoseerstellung somit all seiner Sinne. Der TCM-Therapeut betrachtet den Patienten sorgfältig (Antlitzdiagnose), er hört ihm während des Gesprächs aufmerksam zu, nimmt seinen Körpergeruch wahr und tastet darüber hinaus verschiedene Körperpartien, Haut und Gewebe ab.

Ausgehend von seiner Diagnose wählt der TCM-Therapeut geeignete Verfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin, um Schmerzen und Symptome zu lindern und Ursachen der Erkrankung zu heilen. Verwendet der Naturheilpraktiker Elektroakupunktur in seiner ganzheitlichen Behandlung, setzt er an ausgewählten Akupunkturpunkten Nadeln. Die Nadeln werden an ein spezielles Wechselstromgerät angeschlossen und unter leichten Strom gesetzt.

Eine Sitzung dauert in der Regel zwischen 10 und 20 Minuten. Die Elektroakupunkturbehandlung nimmt aufgrund ihrer Intensität etwas weniger Zeit in Anspruch als die klassische Akupunktur. Wie oft die Behandlung mit Elektroakupunktur wiederholt werden muss, hängt dabei vom Zustand des Patienten und vom jeweiligen Beschwerdebild ab.

In der Regel bedarf es ein bis drei Sitzungen pro Woche über einen Zeitraum von mehreren Wochen, um Ursachen von Erkrankungen vollständig auszuheilen. Eine Verbesserung von Schmerzen und Symptomen ist aber meist schon nach der ersten Behandlung bemerkbar. 

6.1. Ist Elektroakupunktur gefährlich?

Eine Behandlung mit Elektroakupunktur stellt kein Risiko für die Gesundheit dar. Der TCM-Therapeut arbeitet mit einem speziellen Wechselstromgerät und setzt nur niedrigfrequenten Strom ein. Eine Verletzung ist bei sachgemässer Bedienung durch einen professionellen Naturheilpraktiker auszuschliessen.  

6.2. Tut Elektroakupunktur weh?

Der Strom, der zwischen den Nadeln fliesst, verursacht keine Schmerzen. In der Regel nehmen Patienten lediglich ein leichtes Kribbeln wahr. Der Einstich der Nadel ist ebenfalls schmerzfrei. Allenfalls verspüren Patienten einen kleinen Pieks.  

6.3. Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Elektroakupunktur ist wie klassische Akupunktur weitgehend nebenwirkungsfrei. Kurz nach der Behandlung können Patienten mit niedrigem Blutdruck Kreislaufprobleme haben und leichten Schwindel empfinden. Dieser legt sich in der Regel aber nach wenigen Minuten. Leichtes Bluten oder Rötung rund um die Einstichstelle der Nadeln sind normal und klingen nach kurzer Zeit wieder ab.  

Von Krankenkassen anerkannt 
Die Schweiz ermöglicht es ihren Bürgern, selbständig zwischen einer klassisch schulmedizinischen oder komplementärmedizinischen Behandlung zu wählen. Daher werden auch unsere Therapien bis zu 100% von den Zusatzversicherungen folgender Krankenkassen (alphabetisch geordnet) übernommen: 

  • Krankenkasse A 
  • Krankenkasse B 
  • Krankenkasse C

Wir ergänzen ständig die Liste unserer Partner. Falls Ihre Krankenkasse noch nicht in unserer Liste enthalten ist, erkundigen wir uns für Sie gerne, ob Ihre Krankenkasse die Kosten für unsere Leistungen übernimmt. Wenn Sie lieber selbst nachfragen möchten, geben Sie bitte die folgenden Informationen an: 

Therapeut Simon Stueve / ASCA und EMR Zertifizierung Nr. B838861 / EGK Therapeuten Nr. 34104 

Auch wenn Sie über keine Zusatzversicherung verfügen, können Sie unsere Leistungen jederzeit in Anspruch nehmen. Wenn unsere Patienten die Kosten für eine Therapiesitzung selbst tragen müssen, vereinbaren wir gerne einen Preis, den Sie sich leisten können. Heilung ist für uns keine Frage des Geldes.