Die Meridiantherapie ist eine Behandlungsmethode der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Die Meridiantherapie basiert auf der Vorstellung einer Lebensenergie Qi, die den Körper durchströmt. Diese Lebensenergie Qi fliesst auf zwölf Leitbahnen (den Meridianen) und versorgt über die Meridiane die inneren Organe. Gerät der Energiekreislauf aus dem Gleichgewicht, entstehen Symptome oder Erkrankungen.

Die Meridiantherapie lokalisiert Blockaden oder Störungen im Energiesystem und behandelt diese. Durch das Beheben der Ursachen der Erkrankung verschwinden damit verbundene Beschwerden. 

Die zwölf Hauptmeridiane des Körpers werden in jeweils sechs Yin- und Yang-Meridiane unterteilt. Yin und Yang gelten in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) als die beiden grundlegenden Gegenpole im menschlichen Körper und in der Welt allgemein. Auch die Organe werden Yin oder Yang zugeordnet.  

Yin verkörpert die weibliche Seite, das mütterliche Prinzip. Es steht für Passivität, Dunkelheit, Kälte, die Erde und das Wasser.  

Yang verkörpert die männliche Seite, das väterliche Prinzip. Es steht für Aktivität, Licht, Wärme und das Feuer.  

1.1. Blockaden im Energiesystem

Äussere oder innere Einflüsse können Blockaden im körpereigenen Energiefluss hervorrufen. In der Folge kommt es zu Schmerzen und Krankheiten entstehen. Der TCM-Therapeut kann solche Stagnationen und Störfelder in den Meridianen durch Abtasten lokalisieren und gezielt behandeln.  

1.2. Regulation des Energiesystems

Bei der Meridiantherapie wird je nach vorliegendem Beschwerdebild der Energiefluss angeregt oder beruhigt.  

Anregend wirken beispielsweise verschiedene Massagearten und Bürsten in Verlaufsrichtung des Meridians. Auch Wärme und Spannungsübungen des Muskels, der von dem Meridian durchzogen wird, haben eine anregende Wirkung. 

Beruhigend wirken Massagearten gegen die Verlaufsrichtung des Meridians. Kälte und Dehnungen des Muskels im Bereich des Meridians haben ebenso eine beruhigende Wirkung.  

Bei der Meridiantherapie kommen verschiedene Massagearten zum Einsatz. Ausstreichen, Kneten, Bürsten oder Walgen der Meridiane löst Blockaden und ermöglicht einen freien Fluss der Lebensenergie. Die Behandlung wird von den meisten Patienten als sehr angenehm empfunden.  

Die Stimulation der Meridiane entspannt die Haut, das Gewebe, die Muskeln und hilft beim Stressabbau 

Eine spezielle Rolle in der Meridiantherapie spielt die Behandlung von Narben. Nach Auffassung der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) stören Narben häufig den Energiefluss im Körper. Mit geeigneten Grifftechniken und anderen Methoden der TCM lässt sich die störende Wirkung von Narben beheben.  

Die Meridiantherapie eignet sich durch ihre entspannende Wirkung zu Stressabbau jeglicher Art. Sie verschafft Wohlbefinden und fördert die körpereigene Regeneration. Durch die Stimulation der Meridiane wird das gesamte feinstoffliche Energiesystem des Körpers reguliert. Stagnationen werden gelöst und ein vorhandenes Ungleichgewicht wird ins Gleichgewicht gebracht.

Durch die unterstützende Wirkung der Meridiantherapie erhält der Organismus die nötige Kraft, Selbstheilungsprozesse in Gang zu setzen. Beschwerden werden gelindert und an der Wurzel behandelt.  

Die Meridiantherapie erzielt besonders gute Erfolge in der Behandlung sämtlicher akuter Schmerzen. Ebenso eignet sie sich zur Therapie bei Migräne, Verspannungsbeschwerden und funktionellen Störungen der Organe. Die Meridiantherapie wird darüber hinaus häufig als sinnvolle Ergänzung zu anderen Behandlungsformen der TCM oder schulmedizinischer Therapien eingesetzt.