In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) hat sich Schröpfen über Jahrtausende hinweg als effektives Mittel zur Heilung und Linderung diverser Schmerzen bewährt. Es ist ein sogenanntes „ausleitendes Verfahren“, das den Körper bei der Entgiftung unterstützt und den Stoffwechsel anregt.

Effektivität

Aus Sicht der TCM hilft Schröpfen vor allem bei Krankheiten, die durch zu viel Feuchtigkeit oder Hitze im Körper entstehen. Aufgrund seiner Effektivität und seiner einfachen Anwendbarkeit erfreut sich das Schröpfen seit einigen Jahren steigender Beliebtheit.  Neben der Traditionellen Chinesischen Medizin kommt Schröpfen daher auch in anderen Fachrichtungen der Alternativ- und Komplementärmedizin zum Einsatz.

Lesen Sie hier, was man unter Schröpfen versteht, wie es wirkt und wann es sich als Therapie eignet.

Schröpfen ist ein über 2000 Jahre altes Heilverfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), aber auch in anderen Kulturkreisen ist das Schröpfen fixer Bestandteil der Naturheilkunde.

Die TCM unterscheidet mehrere Arten von Schröpfen. Im Westen am bekanntesten ist die Variante des „trockenen Schröpfens“. Dabei werden mehrere Glasgefäße (sogenannte Schröpfköpfe) auf bestimmte Stellen auf der Haut angebracht. Diese Stellen werden meist anhand von Muskelverhärtungen oder ausgewählten Akupunkturpunkten lokalisiert. Mit einem Ventil auf dem Glasgefäß wird ein Unterdruck erzeugt, sodass sich der Schröpfkopf auf der Haut ansaugt. Dadurch soll die Durchblutung und andere heilsame Kräfte angeregt werden. Die Schröpfköpfe verbleiben in der Regel ca. 15 Minuten auf der Haut.  

Das Schröpfen wirkt wie eine Art Bindegewebsmassage. Es steigert durch das Ansaugen der Haut sowie des darunter liegenden Gewebes die Durchblutung und regt den Stoffwechsel an. Aus Sicht der TCM können dadurch die Lebensenergie Qi, Blut und Lymphflüssigkeit besser zirkulieren. Schlacken können so leichter abtransportiert werden und „frisches“ Blut versorgt das Gewebe mit Nährstoffen. Muskelverhärtungen lösen sich auf und „verklebtes“ Gewebe wird gelockert. 

Schröpfen beeinflusst über die Reizung an der Körperoberfläche und die Stimulation der Meridiane auch tieferliegende Prozesse im Inneren des Körpers. Die Selbstheilungskräfte werden angeregt und innere Organe wie Lunge, Darm, Magen und Niere gestärkt.  

2.1. Unmittelbare Schmerzlinderung

In der Anwendung des Schröpfens zeigt sich immer wieder, dass der Körper unmittelbar auf den durch die Schröpfgläser erzeugten Unterdruck reagiert. Das Schröpfen gilt in der TCM daher als äußerst effektive Methode, um Schmerzen z.B. im Rücken oder bei Bandscheibenvorfällen schon nach der ersten Behandlung deutlich zu minimieren. Häufig erfahren Patienten eine sofortige Schmerzlinderung. Eine regelmässige Anwendung des Schröpfens führt zu einer generell besseren Durchblutung des Gewebes. Schmerzen können vollkommen abklingen.   

2.2. Wirkung aus naturwissenschaftlicher Sicht

Aus Sicht der Schulmedizin beeinflusst Schröpfen die Hormonausschüttung von Endorphinen und Prostaglandinen und erzielt dadurch eine schmerzlindernde Wirkung. Außerdem wird der Stoffwechsel in den Zellen angeregt und das Immunsystem wird gestärkt.   

Schröpfen ist in der Traditionellen Chinesischen Medizin häufig die Therapie der Wahl bei sämtlichen Schmerzen im Bewegungsapparat. Es gilt als äusserst effektive Methode, die Schmerzen schon nach der ersten Behandlung merklich lindert. Patienten sind meist überrascht, welche Ergebnisse bereits nach einer Anwendung erzielt werden können. Operationen aufgrund von Schmerzen in den Bandscheiben können durch regelmässige Schröpftherapie mitunter sogar gänzlich vermieden werden.  

Bei folgenden Schmerzen im Bewegungsapparat kann Schröpfen erfolgreich Linderung verschaffen:  

  • Schmerzen im Rücken, Nacken- oder Schulterbereich 
  • Tennisarm/Golfarm 
  • schmerzhafte Schultersteife („Frozen Shoulder“) 
  • Muskel- und Bänderverletzungen 
  • Ischias-Schmerzen  
  • Ischialgie 
  • Lumbalgie 
  • Hexenschulss 
  • Verknotungen in der Muskulatur (Myogelose)  

  

Neben der Behandlung von Schmerzen im Bewegungsapparat kann Schröpfen auch bei anderen Beschwerdebebildern wirksam eingesetzt werden:  

  • Kopfschmerzen und Migräne 
  • Trigeminusneuralgie 
  • Beschwerden der Gallenblase  
  • Menstruationsbeschwerden 
  • Endometriose 
  • Verdauungsstörungen 
  • Erkältungskrankheiten 

 

Die Behandlung mit den Schröpfköpfen verursacht keine Schmerzen und wird von Patienten oft als entspannend beschrieben. Jedoch kann es nach einer Sitzung zu Rötungen, Blutergüssen und sichtbaren blauen Flecken (Hämatomen) an den behandelten Stellen kommen. Für gewöhnlich heilen diese aber nach wenigen Tagen wieder ab.

Nach einer Schröpfkopfmassage, bei der die angesaugten Schröpfgläser über den Körper geführt werden, können Patienten eine Art Muskelkater bekommen. Dieser klingt aber in den meisten Fällen nach ein bis zwei Tagen wieder ab.

Wie oft und über welchen Zeitraum Schröpfen angewendet werden sollte, hängt vom jeweiligen Beschwerdebild ab und wird in Absprache mit dem TCM-Naturheilpraktiker vor Beginn der Therapie geklärt. Häufig kommt das Schröpfen als ein möglicher Baustein neben vielen anderen in einem umfassenden Therapieplan zum Einsatz.  
 
Bei chronischen Beschwerden sollte das Schröpfen in der Regel über einen Zeitraum von mehreren Wochen mindestens 1x die Woche wiederholt werden. Bei akuten Beschwerden kann mitunter bereits eine Behandlung ausreichen, um die Schmerzen verschwinden zu lassen. Wenn notwendig, kann wenige Tage später noch einmal geschröpft werden. Zwischen den einzelnen Behandlungen muss ausreichend Zeit liegen, so dass eventuell entstandene Hämatome wieder abgeheilt sind, bevor dieselben Stellen wieder geschröpft werden. 

Nach jeder Behandlung ist darauf zu achten, die geschröpften Stellen auf der Haut vor Kälte zu schützen. Ausserdem sollte man nach dem Schröpfen ausreichend Flüssigkeit trinken.  Dies unterstützt den Körper die beim Schröpfen gelösten Giftstoffe abzutransportieren.  

Beim Schröpfen unterscheidet man in der Regel zwischen drei gängigen Therapiemethoden: trockenes Schröpfen, blutiges oder nasses Schröpfen und Schröpfmassage. Je nach vorliegendem Beschwerdebild wählt der Naturheilpraktiker die am besten geeignete und wirksamste Methode.

6.1. Schröpfverfahren im Überblick

Trockenes Schröpfen: ist die im Westen am häufigsten praktizierte Schröpfmethode. Beim trockenen Schröpfen werden Schröpfgläser auf ausgewählte Stellen auf der Haut angebracht. Durch ein Ventil an den Gläsern wird anschliessend ein Unterdruck erzeugt, sodass sich die Schröpfgläser an der Haut festsaugen und ihre Wirkung entfalten. 

Blutiges oder nasses Schröpfen: folgt im Prinzip dem gleichen Ablauf wie beim trockenen Schröpfen. Zusätzlich wird die Haut wird vor dem Aufsetzen des Schröpfglases leicht angeritzt oder mit einer Nadel gestochen. Beim entstehenden Unterdruck saugen die Schröpfknöpfe anschliessend ein wenig Blut aus der Mikroverletzung. Dadurch wird gestautes Blut gelöst und die Durchblutung angeregt. 

Schröpfmassage: im Gegensatz zum trockenen Schröpfen verbleiben die Schröpfgläser hier nicht statisch auf den jeweiligen Körperstellen, sondern werden rhythmisch über ganze Körperareale bewegt. Vor dem Ansetzen der Schröpfgläser wird die Haut meist eingeölt, um die Gläser besser bewegen zu können. Die Schröpfmassage wirkt intensiver als eine klassische Massage.  

Das Schröpfen als Behandlungsmethode war nicht nur im alten China, sondern auch schon 3000 Jahre v. Chr. in Mesopotamien bekannt und wurde auch im klassischen Altertum praktiziert. Während die Traditionelle Chinesische Medizin durch das Schröpfen eine Stagnation von Blut und Qi zu lösen versucht, wollten die alten Griechen ein Gleichgewicht der Körpersäfte herstellen. Die Theorie von einem richtigen Mischverhältnis der Körpersäfte geht dabei auf die sogenannte Humoralpathologie zurück. Unabhängig von der Entwicklung des Schröpfens in China und in Europa, wissen auch zahlreiche indigene Völker um die Heilkraft dieses ausleitenden Verfahrens Bescheid. Durch das „Aussaugen“ sollen böse Geister aus dem Körper verschwinden.

7.1. Nichts für schwache Nerven

Noch bevor Schröpfköpfe bekannt wurden, haben Menschen seit jeher versucht verhärtete Körperstellen zu lösen und den Körper zu entgiften. Zunächst wurden zu diesem Zweck Steinmesser verwendet, um Furunkel oder Entzündungen einzuritzen. Anschliessend wurden diese Stellen mit dem blossen Mund und später mithilfe von Tierhörnern und dem Mund ausgesaugt. 

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Therapeut Simon Stueve / ASCA und EMR Zertifizierung Nr. B838861 / EGK Therapeuten Nr. 34104 

 

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